Wir – das sind Johann (Hans), Johanna und unser tierischer Begleiter Lucky (Geschichte von Lucky gib es hier)

Inspiriert durch eine Fernsehdokumentation haben wir 2011 unser Urlaubs- bzw. Reiseverhalten radikal verändert – weg vom feinen ‚Sternchen Hotel Gast‘ und kopfüber rein ins staubige Abenteuer: Ich stand am Bügelbrett, Hans lag auf der Couch und zappte sich durch die Fernsehkanäle. Wir blieben bei einer Reportage hängen, in der alte Mercedes durch wunderschöne Wüstenlandschaften fuhren – ein fünf teiliger Beitrag über Dust & Diesel. Bei der dritten Folge waren wir bereits auf der Homepage des Veranstalters und kurze Zeit später auch schon bei der Charity Rallye angemeldet.

 

Meine Panik vor dieser Reise war riesengroß, da ich davor weder eine Nacht in einem Zelt verbracht habe, geschweige denn mir vorstellen konnte, einen Tag ohne meinen heiligen Haarfön überleben zu können. Aber es wurde eine tolle, eindrucksvolle sowie lustige Tour und im Nachhinein betrachtet war es eine der bestens Entscheidungen und ein wichtiger Wendepunkt in unserem Leben.

 

Nachdem der erste Trip genial war folgten weitere Offroad Touren nach Namibia, Botswana, Albanien, Griechenland und Island, bei denen wir jedes Jahr fast unseren gesamten Jahresurlaub ‚verbrauchten‘.

 

 

Im Mai 2016 sind wir auf ein ‘vernünftiges’ Fahrzeug – unseren ‘Mr. Benz’ – umgestiegen, da uns auf Dauer das ständige Zelt Auf- und Abbauen sowie das Leben aus Kisten und Taschen zu mühsam war. Das Reisen wurde nun sehr ‘wohnlich’ … eine eigene Dusche und Toilette, sogar ein Backofen und ein gemütliches Nest wenn es mal regnet.

 

Wir haben das Reisen derart genossen, dass wir jedes Mal eigentlich nur einen Wunsch hatten: noch viiieeel länger und noch viiieeel weiter fahren zu können – aber das Büro, all die Termine und die nächsten Meetings rufen einen in den schnöden Alltag zurück.

Zuhause fingen wir an, den Sinn dessen, mit dem wir den Rest des Jahres verbringen, immer mehr zu hinterfragen: warum, wieso, für wen machen wir das und was haben wir persönlich davon? Ist das, was wir täglich machen, für unser Leben wirklich erfüllend? Erscheint uns das auf Dauer und bis zur Pension sinnvoll? Macht uns das monatliche ‚Schmerzenzgeld’ glücklich oder rettet es uns nur bis zur nächsten Reise?

Langer Rede (Schreibe) kurzer Sinn – Ende 2016 trafen wir die Entscheidung, aus unseren Jobs auszusteigen und in ein Leben im Mr. Benz umzusteigen – weniger Geld aber dafür mehr Lebensqualität, keine Meetings und stattdessen die Freiheit auf vier Rädern und alle Zeit der Welt, die Welt bereisen zu können.

Und wir haben es bislang keine einzige Sekunde bereut!

 

An dieser Stelle auch ein großes Danke an zwei Personen:

Danke an Julia Sandor für die vielen Stunden, die sie nicht nur gemeinsam mit mir sondern vor allem im Hintergrund an dieser Homepage gearbeitet hat. Ohne ihre Unterstützung hätte ich es niemals geschafft! Danke an Gerald Sündhofer für das Designen des Logos, die Engelsgeduld bei der Entscheidungsfindung und die vielen gestalterischen Inputs.